Alois Reinhardt

2026

Exhibition at Künstlerforum Bonn

Oscar Wilde

Dorian Gray at the Gallery

––––––––Director

Director Alois Reinhardt

Fotographer Nadia Feyzi

Dorian Gray Jan Wienowiecki

Bildnis Niklas Strang

Sibyl Clara Dittrich

Basil Alois Reinhardt

Photo Credit ©vanderGracht

©vanderGracht

Das Bildnis des Dorian Gray von dem Performer und Regiesseur Alois Reinhardt als Happening mit der Auseinandersetzung von Ego und Schönheit in einer Gallerie, zur Vernissage von Portrait das Ich im Bild

Alle Kunst ist vollkommen nutzlos. Oscar Wilde

Das Bildnis des Dorian Gray – Eine Live-Inszenierung im Künstlerforum Bonn

Im Rahmen der Ausstellung „portrait: Das Ich im Bild“ präsentierte Alois Reinhardt eine radikale Performance, die Oscar Wildes Klassiker in die Gegenwart holt und die brisante Spannung zwischen Eitelkeit, Schönheit und Abgrund live erfahrbar macht.

Der Künstler selbst schlüpft in die Rolle des Basil – Regisseur und Maler – und inszeniert Dorian Gray als lebendiges Kunstwerk. Doch Dorian verlangt nach Authentizität, nach dem „Echten“ hinter der Kunst, und stellt damit Basils künstlerische Prinzipien infrage. Die Grenzen zwischen Inszenierung und Realität beginnen zu verschwimmen, als Dorian in einem Akt der Verzweiflung zum Messer greift – und die Zuschauer nicht mehr wissen, was Spiel und was Ernst ist.

Sibyl, die Schauspielerin, sucht ihre eigene Wahrheit: Sie dreht mit einer Fotografin ein „About Me“-Video, kämpft um Sichtbarkeit und Anerkennung – bis Dorians Ignoranz sie in den Selbstmord treibt. Das Bildnis selbst erscheint als Verkörperung reiner Schönheit und wird zur Projektionsfläche aller Begierden und Ängste.

Der Konflikt eskaliert: Dorian tötet Basil, verschmilzt mit seinem eigenen Abbild und wird von der Schönheit, die er anbetet, zerstört. Am Ende sind alle tot – nur die Fotografin bleibt zurück, nimmt die Kamera und macht aus dem Chaos ein neues Werk. Die Performance kulminiert in einer verstörenden Wendung: Aus der Dokumentation des Untergangs entsteht die nächste Vernissage – „Petrollampe“.

Ein Abend zwischen Schein und Sein, Kunst und Leben, Schönheit und Abgrund. Was bleibt, ist das Bild.